Beim Einschlafen begleiten: Gute-Nacht-Rituale

Beim Einschlafen begleiten: Gute-Nacht-Rituale

Viele Babys und Kleinkindern schlafen abends ganz einfach beim Stillen, Tragen oder Kuscheln ein. Anderen hilft ein verlässliches Ritual dabei, ruhig zu werden und sich vom Tag zu verabschieden. Entscheidend für ein friedliches Einschlafen ist, dass Ihr Kind spürt: Hier bin ich sicher und geborgen und kann ohne Angst meine Augen zumachen.

Mit diesen Ideen klappt das abendliche Einschlafen besonders gut:

Wiederholungen geben Sicherheit

Wickeln, Schlafsack anziehen, kuscheln, schlafen – schon mit drei Monaten sind Babys in der Lage, solche typischen Abläufe wieder zu erkennen. Behalten Sie dabei stets die gleiche Reihenfolge bei, helfen Sie Ihrem Kind, sich aufs Schlafengehen einzulassen. Aber bitte keinen Stress: Solange Mama oder Papa da sind, können Kinder durchaus auch mit Abweichungen vom vertrauten Ritual klarkommen. Ein gutes Einschlafritual erkennen Sie daran, dass sowohl Ihr Kind als auch Sie sich auf die gemeinsame Kuschelzeit freuen und Ihr Kind sich dabei entspannt und zur Ruhe kommt.   

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Wie viel Hilfe ein Baby beim Einschlafen braucht, ist individuell verschieden. Damit Ihr Kind so leicht wie möglich in den Schlaf findet, ist es deshalb eine gute Idee, mit einem ganz einfachen Ritual zu starten, etwa mit Streicheln und einem Lied. Reicht das zum Ruhigwerden? Wunderbar. Braucht Ihr Kind mehr Unterstützung? Dann bauen Sie das Ritual schrittweise noch etwas aus. Besonders bewährte Einschlafhelfer bei Babys sind enger Körperkontakt, rhythmische Bewegungen, beruhigende Geräusche und die Möglichkeit, sich an Mamas Brust oder einem Schnuller in den Schlaf zu nuckeln.


Schlafenszeit, schöne Zeit

Kleinen Kindern fällt der Abschied vom Tag oft sehr schwer. Es liegt in ihrer Natur, lieber noch weiter spielen zu wollen, selbst wenn sie müde sind. Was hilft: Wenn Sie das abendliche Schlafengehen als etwas Schönes erleben, auf das sie sich richtig freuen können. Dazu gehört auch, dass Kinder das Ins-Bett-Gehen nicht damit verbinden, unverhofft aus dem Spiel gerissen zu werden. Kündigen Sie die nahende Schlafenszeit deshalb rechtzeitig an, damit Ihr Kind sein Spiel in Ruhe zu Ende bringen kann.

 

Dunkelheit macht müde

Wenn es dunkel wird, schüttet unser Körper das Schlafhormon Melatonin aus, das Großen wie Kleinen beim Einschlafen hilft. Lesen, singen und kuscheln Sie deshalb zur Schlafenszeit am besten im Dämmerlicht und schalten danach die Nachttischlampe aus.

Flexibel bleiben

Kinder mögen feste Rituale. Am meisten Sicherheit gibt ihnen dabei jedoch nicht die immer gleiche Reihenfolge der Abläufe, sondern das schöne Gefühl, nicht allein zu sein. Klammern Sie sich deshalb nicht an starre Regeln, sondern passen Sie Ihr Gute-Nacht-Ritual immer wieder neu den sich wandelnden Bedürfnisse Ihres Kindes an.

 

Schlaf ist kein Erziehungsfeld

Um gut und geborgen einschlafen zu können, ist es für Kinder wichtig zu wissen: Mama und Papa haben mich immer lieb, egal was tagsüber auch schiefgelaufen sein mag. Diese Botschaft steckt für sie in jeder Gute-Nacht-Geschichte, jedem Lied, jedem Kuss.

Drohen Sie deshalb nie damit, das Gute-Nacht-Ritual zu streichen! Sondern schenken Sie Ihrem Kind die Sicherheit, dass auf jeden noch so turbulenten Tag ein friedlicher gemeinsamer Tagesabschluss folgt. 

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